Vorbereitung des DOM (Disk-On-Module)

 
Das DOM (Disk-On-Module) ist ein Flashspeicher, wie man ihn z.B. aus USB-Sticks kennt, mit dem Unterschied, das er in Form eines IDE-Port Steckers daher kommt. Der Vorteil ist, dass es komplett lautlos arbeitet und erschütterungsresitent ist. In der S100 sitzt ein Modul mit einer Größe von 32 MB, es gibt allerdings auch sehr viel größere. Standardmäßig sitzt auf ihm ein Windows CE für den Betrieb als T-Online Vision Box. Da aber unsere Box aus dem Netzwerk booten soll und die 32 MB ohnehin zu klein für das gesamte System sind, zweckentfremden wir es kurzerhand. Um der S100 „beizubringen“, überhaupt aus dem Netzwerk zu booten, muss ein Etherbootloader auf das DOM gespielt werden. Es gibt zwar auch im Bios eine entsprechende Funktion, diese soll aber nicht funktionieren. Außerdem benötigten wir dann zum einen einen VGA-Adapter, den wir uns so sparen können und zum anderen brauchen wir das DOM auch noch als zusätzlichen Swap Speicher, da die 128MB doch etwas knapp werden, um MythTV zu betreiben. Um das DOM zu überspielen benötigen wir am besten noch einen anderen PC mit Linux Betriebssystem und einem freien IDE Anschluss.

    Hinweis: Ein Live-Linux-System von USB Stick oder CD tuts natürlich auch

Da das DOM seinen Strom in der Box aus dem IDE Port bekommt, dieser aber bei normalen Mainboards keinen Strom liefert, muss eine externe Stromversorgung an den dafür vorgesehenen Anschluss gelegt werden. Einen Stromadapter, den wir aus folgenden Teilen zusammenbasteln können:

  • eine Lüsterklemme
  • ein Jumperkabel, z.b. aus einem alten Gehäuse
  • ein Y-PC-Stromkabel

Wir schneiden nun den Stecker von dem Y Kabel ab und verbinden die eine Seite mit dem Jumperkabel, wie auf dem Bild zu sehen. Evtl muss der Stecker noch etwas angespitzt werden, um zu passen. Dann kann man das Ganze in den PC einbauen und hochfahren. Beim Anschließen auf die richtige Polung achten. Beim Stecker ist der rote Anschluss der benötigte +-Pol und beim dom der äußere Pin.

Alternativ kann das ganze natürlich auch auf der Box selber stattfinden, dann benötigt man allerdings ein VGA Adapterkabel und eine kleine bzw. ressourcensparende USB Stick-Linuxdistribution, wie z.B. slax.

Ist das System hochgefahren, gilt es herauszufinden, welches Device zum DOM gehört.

Dazu am besten eben mit

hdparm -g /dev/hdX

durchprobieren, wobei man für das X dann a,b,c,d usw. einsetzen muss. Kommt als Ausgabe etwas von „[..]sectors = 62496“ heraus, hat man das richtige Gerät erwischt.

 

Um nun das Originalsystem zu sichern, führen wir zuerst

dd if=/dev/hdX of=/sicherung.img

aus.

 

Nun benötigen wir noch das fertige Image für das DOM:

wget http://dezi-bell.de/files/upload/netboot_n_swap_on_dom.bz2

 

Das flashen führt man dann mit folgendem Befehl duch.

bzip2 -d -c netboot_n_swap_on_dom.bz2 | dd of=/dev/hdX

Das DOM ist nun soweit fertig und kann wieder in die Box eingebaut werden, sofern es denn ausgebaut wurde.

35968 Besucher - Letztes Update: 21.04.2010 13:33